Letzte Änderung am 09.07.2008 (w.b)

Rückblick

Datum Art und Ort der Veranstaltung Details
Do 26.06.2008

So 29.06.2008

Mountainbike-Tour „Frauen bevorzugt" Graubündner Rundtour


A

Graubünden-Rundtour

26. – 29. Juni 2008

 

Leitung: Wolfgang Biller

TeilnehmerInnen. (im Folgenden wird auf die weibliche Form zwecks flüssigerem Lesen verzichtet)

Andi, Annette, Anita, Dagmar, Ehrenfried, Horst, Margreth, Oskar, Peter, Thomas

 

Dank Philip Lahm, der die Deutsche Nationalmannschaft vor einer Verlängerung gegen die Türkei in letzter Minute rettete, erschienen alle Teilernehmer pünktlichst (Thomas!) und mehr oder wenig ausgeschlafen am Abfahrtsort, so dass wir inkl. einem Kaffeeeinkehrschwung um 9 Uhr an der Pizol-Seilbahnstation bei Bad Ragaz (504 Hm) unsere Tour in Angriff nehmen konnten.

 

Nach kurzer Einradelphase ging es hoch nach Pfäfers. Auf 865 Hm erwartete uns die aufgestaute Tamina und von dort führte der Weg zum 1493 m hochgelegenen Kunkelspass, wo die angebotene Suppe „brüderlich“ unter den Erstankömmlingen aufgeteilt wurde.

In rasanter Fahrt ging´s hinab nach Reichenau (wo sich Vorderrhein und Hinterrhein zum Rhein vereinen) und gegen den Rheintalwind ankämpfend schafften wir es, schon wieder pünktlichst, den 14:08 Zug Richtung Arosa zu erreichen. Leider mussten wir die gemütliche Bummelzugfahrt in Langwies (ca. 1400 Hm) abbrechen, denn Wolfgang scheuchte uns aus dem Zug und hinauf zum Berghaus Strassberg (1919 Hm), was uns an diesem Tag zu einer enormen Leistung von insgesamt 1582 hm und 52 km zwang. Entsprechend müde (auch wenn der Untergrund vorwiegend aus Asphalt an diesem Tag bestand) verabschiedeten sich die ersten kurz nach dem Abendessen ins Lager, wobei dafür wohl auch das lauwarme Bier (kein Kühlschrank) verantwortlich war.(P.S.: Im Lager herrschte in dieser Nacht absolute Stille – wir waren wohl doch recht erschlagen.)

 

Am Freitagmorgen ging es hinauf zum Durannapass (2117 Hm), wobei Margreth feststellte, dass sie doch lieber fahren als schieben sollte, denn einer kurzen Unaufmerksamkeit während einer Schiebepassage folgte ein geschwollener Knöchel und ein gestauchtes Handgelenk. Eine wunderschöne Abfahrt Richtung Klosters folgte, die wir zwar etwas zu lang ausdehnten (nicht nur deshalb erhöhten sich an diesem Tag Wolfgangs veranschlagte Tageshöhenmeter ungewollt), dafür in vollen Zügen genossen. Über die Schiferbahn ging es anschließend hinauf zum Wolfgangpass (1631 Hm), wobei wir uns fast beim Robinson-Club zum Picknick eingeladen hätten. Doch wir zogen den Davoser Coop mit anschließendem Picknick am Davoser Stadtteich (1552 Hm) vor. Immerhin gab es hier öffentliche, kostenfreie Toiletten! Gestärkt bogen wir dank Margreth nach dem Verlust von 110 wertvollen Hm etwas zu früh Richtung Monstein ab, erwischten ungewollt einen Wanderweg und hatten trotz Anstieg eine sehr schöne Fahrt hinauf zu unserem Übernachtungsquartier Hotel Ducan in Monstein (1626 Hm). Aus den geplanten 800 hm sind an diesem Tag zwar 1252 hm (und 48 km) geworden, doch das hat kaum jemanden in dieser durchtrainierten Gruppe interessiert. Insofern wurde gut gelaunt der „Begrüßungstrunk“ auf der Sonnenterrasse eingenommen, bevor Körper- und Trikotwaschaktionen und das Abendessen, im feudalen Ambiente („passend“ zu unserem Outfit und zum Lager im Keller), folgten. An diesem Abend waren wir noch so fit, dass es sogar zu einer Ortsbesichtigung und einem „Absacker“ reichte.

 

Wohl eher am reichhaltigen Frühstücksbüfett, bei dem die Eier selbst abgekocht werden durften, als am Garagenöffnungsproblem lag die ein bissl verspätete Abfahrt am nächsten Morgen. Wiederum dank Margreth (die in Monstein mal vor etlichen Jahren.........die Story kennt nun glaub jeder) rasten wir nicht, wie von Wolfgang gedacht, die Straße hinunter – nein, kurze Abfahrt, kurzer Gegenanstieg und schwupp, waren wir auf dem schönsten Singletrail der ganzen Tour! Gleich nach Ankunft auf der Verbindungsstraße Davos – Tiefencastel ging´s links hinein in die sogenannte Zügenschlucht mit Bärentritt – ein weiteres „Highlight“ dieser „Traumtour“. Fluss und Bahn schlängeln sich auf engstem Raum hinab – und für uns MTBer blieb auch noch genug Platz. Traumhafte Wege führten uns hinab nach Filisur (1032 Hm), wo wir wiederum den heimischen Dorfladen beglückten und an einem schattigen Plätzchen an der Albula rasteten. Stärkung war von Nöten, denn nach weiterem Höhenmeterverlust bis Tiefencastel (916 Hm, hier vereinigen sich nun Albula und Julier bzw. der Julier- und der Albulapass verzweigen sich) ging es bergan. Erst in der Sonne, dafür auf Asphalt, nach Alvaschein. Dann zunehmend schattiger dafür Single-Trail-ähnlich über Tschividaines (1411 Hm) nach Lenzerheide (1484 Hm). „Läppische“ 850 hm und 39 km konnten wir am Ende des MTB-Tages (so gegen 15 Uhr!) verzeichnen. Trotzdem stürzten sich einige (wenige) in den Igl Lai (Heidensee in Lenzerheide) mit Blick auf das xy-Rothorn und zur nahegelegenen Terrassa, von der wir uns anschließend auch kaum trennen konnten, um unser komfortables Quartier im Ferienhaus Sanaspans zu beziehen. Unausgelastet wie wir waren, schlenderten wir nach dem Abendessen für einen Einkehrschwung ins Städtle. Leider mussten einige noch einen Schaufensterbummel über sich ergehen lassen, bevor sich die Gruppe - kurz vor Rückkehr - dann doch noch für einen Gute-Nacht-Trunk entschied.

 

Nach einer heißen (meteorlogisch betrachtet) Nacht folgte am Abschlusssonntag eine rasante Abfahrt auf einem alten Säumerweg, dem Alten Schyn, hinab ins Rheintal, während der unsere Stirnlampen aufgrund eines stockdunklen Tunnels doch noch einmal (nach dem stromarmen Berghaus Strassberg) zum Einsatz kamen. Ein glimpflich ausgegangener Sturz sorgte dank Horst auch dafür, dass die Erste Hilfe Päckchen nicht umsonst die etlichen Höhenmeter „mitgeschleppt“ wurden. Höhe Chur ließ es sich Wolfgang nicht nehmen, die halbe Gartenwirtschaft einer Campingplatzterrasse tischtechnisch umzubauen (beim benachbarten Tenniscenter wären wir ohne größere Aktionen untergekommen!), bis wir alle zusammen und alle im Schatten saßen. Ob rote oder weiße Würste, ob viele oder wenige Höhenmeter (zu diesem Zeitpunkt ganze 333 hm), wir ließen es uns gutgelaunt schmecken – in dem Aberglaube, die restlichen Kilometer nach Bad Ragaz so nebenbei zu strampeln. Doch aus den gedachten knapp 20 km wurden dann doch, mit vorwiegend kräftigem Gegenwind, 27 km. Wolfgang wollte unbedingt einmal in seinem Leben linksrheinisch fahren, bevor er einsehen musste, dass der ausgeschilderte, rechtsrheinische Radweg doch das einzig wahre ist – das kostete uns allerdings zusätzliche Kilometer und Annette eine Kontaktlinse dank Staub und Wind – dafür kamen wir allerdings kurzzeitig in den Genuss des rheintalischen Rückenwindes. Aber gut trainiert wie wir nun einmal waren, bot die Gruppe dem Rheintalgegenwind Paroli und wir erreichten, mehr oder weniger gut gelaunt, nach 412 hm und 65 km, unsere zwei Busse. Nach erfolgter Abrechnung im Tennisclub Alt Birnau und „ausgesessenem“ Gewitter gesellten sich einige erst verspätet (wenn überhaupt) zum EM-Endspiel. Der Kreis hatte sich in jedem Fall geschlossen.

 

Fazit: Gemütliche, landschaftlich attraktive Graubünden-Rundtour mit etlichen „Highlights“ und insgesamt 4096 Hm und 204 km.

 Text: Dagmar R.

 

Bilder in Vorbereitung

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