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Skitouren im Sellraintal Stubaier Alpen vom 6.2 9.2.2004
Bei bestem Wetter fuhren fünf Überlinger über den Arlberg ins Selraintal bis Praxmar. Hier trafen wir Gerhard und bei super Wetter und besten Bedingungen waren alle schnell auf den Ski und es ging als erstes Tourenziel auf den Zischgeles 3005m. Die beliebte Tour war aber am Freitag noch recht ruhig und so genossen wir bei gleichmäßigem Aufstieg den sich ständig erweiternde Blick auf die Stubaier Alpen. Die letzten Gipfelmeter mussten zu Fuß über Fels erklommen werden. Ungewöhnlich klar war der Blick auf die Stubaier- Zillertaler- Ötztaleralpen und auch die nördlichen Kalkalpen mit Wetterstein, Nordkette, Karwendel bis zum Kaiser waren deutlich einzusehen. Durch diese klare Föhnlage kündigte sich das ändernde Wetter aber bereits an.

Über festen Schnee und z. T. Bruchharsch ging die Abfahrt über 1300 Meter zum Ausgangspunkt zurück.
Quartier gab es diesmal in kleinem aber feinem Hotel in St Sigmund mit bester Tourenunterstützung mit frühem Superfrühstück, Marschtee und guten Empfehlungen.Der nächste Tag sollte auf den Zwieselbacher Rosskogel gehen. Vom Hotel 1500m durch das Kraspestal auf den Gipfel mit 3085m. Der landschaftlich schöne Aufstieg durch zwei Engstellen war ruhig und großartig, jedoch zogen immer mehr Wolken rein, so dass wir in einer Höhe von 2700m abbrechen mussten.

Die Abfahrt über festen Schnee - am Anfang mit schlechter Sicht - doch später schön und rassig zurück nach Haggen und nach St. Sigmund.
In der Nacht gab es Neuschnee und so entschlossen wir uns, auch an diesem Tag eine Tour zu unternehmen. Diese sollte uns durch einen sicheren Talgrund des Gleirschtals zur neuen Pforzheimer Hütte bringen. Durch einen schönen Winterwald und verschneiter Almlandschaft konnten wir jedoch nur bis zum Ochsenhag auf 2132m gelangen, bevor uns der erneut einsetzende Schneefall zur Umkehr zwang. Der schöne Wald und die hochwinterlichen Verhältnisse begeisterten so, das wir noch weitere Waldwege im Haupttal (Sellrein) aufsteigen und wieder abfuhren. Bei diesen Wetterverhältnissen zeigte sich natürlich noch deutlich der Wert einer solch schönen Unterkunft.

Da es die ganze Nacht geschneit hatte, mussten wir auch die für Montag vorgesehene Tour umdisponieren. Effektiv gruben wir die Autos aus dem Schnee, montierten die Ketten und fuhren in Richtung Bodensee. Es war kaum zu glauben als wir auf der westlichen Seite des Arlbergtunnels kamen lösten sich die Wolken langsam auf und die Sonne kam durch. Das 5 begeisterte Skitourengeher bei solch einem Wetter nicht einfach nach Hause fahren versteht sich von selbst. Moderne Handytechnik macht es möglich, man verständigt sich und schon eine halbe Stunde später steht man kurz oberhalb Dornbirn mit aufgezogenen Fellen. Und so hatten wir ebenfalls noch einen hochwinterlichen Aufstieg auf den Hochälplekopf mit einer ebensolchen Abfahrt nur diesmal bei bestem Wetter und strahlenden Sonnenschein.

So war das Skitourenwochenende wieder eine gelungene Sache, mit allen Wetterfacetten, unterschiedlichen Eindrücken und tollen, abwechselungsreichen Skitourenerlebnissen.
R.S 10.2.04
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