Letzte Änderung am 07.02.2010 (w.b)
aktuell:

Rückblick: Rinken/Schwarzwald

Datum Art und Ort der Veranstaltung
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30.01-

31.01.2010

Skitouren + Orientierung und evtl. Langlauf

Kombi-Wochenende in romantischer Schwarzwaldumgebung/ab Parkplatz Rinken

Teilnahmegebühr: 30,00 € bzw. 15,00 € bei nur einer Tagestour

Teilnehmer: max. 8
Leiter: Wolfgang Bock (00491712346955)

s. Kontaktadressen

als Übernachtung haben wir jetzt das Jägerheim am Rinken ausgewählt; nur 1 km von der Baldenweger Hütte entfernt und direkt am Parkplatz Rinken gelegen; d. h., wir können auch etwas mehr Gepäck mitnehmen wie z.B. eine komplette Langlaufausrüstung; Unterbringung in 1-2-Bett-Zimmern mit Halbpension 44.-€/pro Person reserviert.

für Anfänger bestens geeignet;

Lawinensicher!

(etwas vollmundig !)

VS-Geräte-Übung eingeplant/

Orientierung /Karte/GPS

Theorie & Praxis geplant

Skilanglauf optional

siehe auch im Archiv:
Herzogenhorn 2009
Teilnehmer/Innen
  1. Elfi Straub /ÜB
  2. Bruno Seeh /Tuttlingen (Pickup in Tuttlingen) Liptingerstr. 59
  3. Angelika Tschap-Bock
  4. Sabine Kowald
  5. Karin Dettmar +49 07556 9 29 96 15 / Uhldingen

Fahrt mit Vereinsbus Info (max 9 Personen)

Bericht :

Am Samstagmorgen hatten wir schon in Überlingen je nach Blickwinkel: ein Wintermärchen oder ein Schneechaos. Auf nur mässig geräumten Strassen fuhren wir langsam (aber sicher !) zum eingeschneiten Tuttlingen, um dort Bruno abzuholen, und dann weiter über Hinterzarten zum Rinken. Schon bis Hinterzarten brauchten wir knapp 3 Stunden und mussten dann auch noch bei der letzten Steigung schieben! Nach freundlicher Begrüssung und letzter Information über das Wetter von dem Wirt des Jägerheims (am Vortag starker Schneefall mit viel Wind !) starteten wir sofort zur Tour im tiefverschneiten Schwarzwald.

Wir mieden die Wächtenhänge des Baldenweger Bucks, querten zur Zastler Hütte und gelangten dann über einen ungespurten Wirtschaftsweg oberhalb der Zastler Hütte langsam aufsteigend zum Immisberg. Auf dem Weg hatten wir einen "kleinen Verhauer", da ich mich im Vertrauen auf meine GPS-Anzeige (Garmin Colorado) plötzlich 20 m unterhalb des eingezeichneten Weges vermutete und ich diesen durch einen Aufstieg im Wald wieder erreichen wollte. Als wir an dem anvisierten Punkt angekommen waren, befanden wir uns laut GPS ca. 30 m oberhalb des Weges, der in der tief verschneiten und zerfurchten Landschaft zunächst nicht zu erkennen gewesen war. Also hieß es wieder umkehren, was unter leichtem Murren geschah, aber dann sah man den Weg wieder deutlich und es ging zügig weiter. Warum mich mein GPS so fehlgeleitet hatte, ist noch zu klären. Ab Immenberg hatten wir eine wunderbare Powder-Abfahrt Richtung Hüttenwasen. Nach kurzer Trinkpause stiegen wir auf zur St.Wilhelmer Hütte, wo wir kurz einkehrten, um dann den Feldberggipfel anzugehen. Zwischen 2 Wächten fanden wir später unschwierig den Einstieg zum Zastlerhang, der einzeln und kontrolliert befahren wurde. Für unsere weniger erfahrenen Tourengänger war diese Abfahrt zwar eine Herausforderung, aber bei dem tiefen leichten Powder wurde der ein oder andere Fahrfehler gnädig verziehen. So gelangten wir bei leider starkem Schneegestöber zunächst zur Zastler und dann nach einem kurzen Aufstieg wieder zur Baldenweger Hütte. Dort erwartete uns eine unangenehme Überraschung. Wir waren Zeuge einer größeren Rettungsaktion von Bergwacht und DRK, weil 2 Tourengeher unterhalb des Baldenweger Bucks von einer Lawine erfasst, gegen Bäume gedrückt und wohl (schwer ?) verletzt worden waren. Da sie nicht verschüttet waren und unsere Hilfe nicht benötigt wurde, fuhren wir mit dem letzten Tageslicht zum empfehlenswerten Jägerheim/ Rinken. Nach gutem Nachtessen hatten wir noch eine kleine theoretische und auch praktische Schulung hinsichtlich richtigem Verhalten im Gelände. Das "Geocaching" im Hüttenumfeld (das freie Gelände war ohne Hilfsmittel nicht begehbar!!) in tiefer Nacht rundete diesen wirklich ereignisreichen 1. Tag im Schwarzwald ab.

Der 2. Tag sollte laut Wetterprognose leichte Aufheiterungen bringen, aber daraus wurde nichts. Nach kurzem Anstieg im Waldgürtel nordwestlich der Baldenweger Hütte (Lawinenhänge wohlweislich meidend) ging es auf der Feldberg-Hochebene zum Seebuck und von dort über schütteren Waldgürtel zur Feldbergpassstrasse. Das Schneeerlebnis war hier doch äusserst beeindruckend, der Skirummel an der Passhöhe aber irritierte. Hinter dem Hebelhof direkt nordwärts ansteigend, gelangten wir wieder zum Seebuck, wo im starken Schneetreiben kaum noch Sicht war. Entlang der Stangenmarkierung ging es nordwestlich und ich versuchte, mit Hilfe des GPS die Abzweigung zur Baldenweger Hütte im "White-out" zu finden. Hier bekam ich allerdings Probleme (Display u. Batterie des GPS ); um im dichten Nebel nicht plötzlich auf einer Wächte zu stehen, marschierten wir einfach entlang der Stangen bis zur Wetterwarte. Auch hier war es aufgrund der Sichtverhältnisse nicht zu verantworten, die Einfahrt zum größtenteils überwächteten Zastlerhang zu suchen. Also ging es weiter nordwestwärts und ab Immenberg konnte mit zunehmend besserer Sicht der Waldweg des gestrigen Anstiegs ausgemacht und befahren werden. Bei dieser leicht stressreichen Wegfindung zeigte sich, dass Diziplin und gute Gruppenmoral unbedingt notwendig sind (klingt banal, ist aber manchmal doch nicht ganz einfach). Kurz oberhalb der Baldenweger Hütte fellten wir ab und nach einer wunderschönen Tiefschneeabfahrt waren wir wieder zurück am Rinken. Von den Höhenmetern her waren es eigentlich nur Halbtagestouren, aber vom Erlebnisgehalt durchaus 2 vollwertige Tage.

Fazit: Tiefwinterliche Skitouren im besten Powder mit leichten Wegfindungsproblemen wegen schlechter Sichtverhältnisse; eigentlich seltene Lawinengefahrenstufe 3 im "Wintermärchen"-Schwarzwald; obwohl die Sonne fehlte, sehr eindrucksvolle Skitourentage, die hoffentlich auch unsere nicht so versierten Tourengängerinnen genossen haben !

Üb.d. 05.02.2010 w.b.

Detailkarte Feldberg mit durchgeführter Route Samstag 1: 25 tsd Karte: Ausschnitt aus Topo 25 des LVA BW mit freundlicher Genehmigung des Verlags http://www.lv-bw.de/lvshop2/index.htm

Detailkarte Feldberg mit durchgeführter Route Sonntag 1: 25 tsd Karte: Ausschnitt aus Topo 25 des LVA BW mit freundlicher Genehmigung des Verlags http://www.lv-bw.de/lvshop2/index.htm

fehlende Passagen wurden durch Zeichnung ergänzt

Bildersammlung Sa

Bildersammlung So

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