Letzte Änderung am 28.04.2010 (w.b)

Bericht: Tödi

Datum Art und Ort der Veranstaltung Kommentare
24. 04-25.04 2010 Tödi

Um 3.45 Uhr schrillte der Wecker, um 4.30 Uhr rollte unser Bus: Zeit satt, wie wir im Nachhinein wissen… Wir hatten uns für die zwar längere aber schneller befahrbare Ostumrundung des Bodensees (einstimmig?) entschieden und damit keine Langeweile aufkam machten wir noch einen Schlenker über Lichtenstein und nahmen einen Kaffee im Hotel am Bahnhof von Linthal.

Eine Postbusfahrt, eine weiteres Getränk und eine Seilbahnfahrt später standen wir, das sind Udo, Chris, Holger und Maike, auf 1869 m an der Bergstation der Fisetenbahn und begannen endlich unseren Aufstieg auf Skiern: 2h40 min später sahen wir ihn zum ersten Mal: Wir standen auf dem Gipfel des Gemsfairenstocks (2972m) und er strahlte uns an: majestetisch, einladend und doch unnahbar mit seiner weißen Mütze aus Schnee: der Tödi!

Nach einer gemütlichen Brotzeit, diversen Photos und Gesprächen mit anderen Gipfelbesteigern Abfahrt auf den Claridenfirn und gleichzeitiges Eintauchen in die vergletscherte Hochgebirgslandschaft. Fünf lange Kilometer über den Gletscher später Ankunft auf der Planurahütte: mit 2947m eine der höchsten bewirtschafteten SAC-Hütten, thront sie auf einem Felsen mit Blick in die Tödi-Westwand. Ideal das Heli-Landedeck als Sonnenterrasse.

Nach einer kurzen aber erstaunlich ruhigen Nacht machten wir uns um kurz nach fünf mit Stirnlampen an die Abfahrt ins Val Gronda. Knapp 1000 Hm weiter unten zogen wir unsere Felle auf und machten uns an den Aufstieg Richtung Porta da Gliems. Mittlerweile war es hell geworden und wir gewannen rasch an Höhe. Gegen halb acht kam uns ein abfahrend ein Pärchen entgegen, die berichteten, dass bereits um 7.00 Uhr in der Früh ein Schneebrett an der Porta da Gliems abgegangen sei. Sei waren von der Punteglias-Hütte auf dem Weg zum Tödi gewesen und mussten auch über diese Scharte. Kein Durchkommen sehend hatten sie beschlossen über unsere Flanke und weiter nach Süden abzufahren.

Für uns galt es nun schnell eine Entscheidung zu treffen: Diese fiel zugunsten eines Rückwegs über Sandpass, Planurahütte und Gemsfairenstock aus – weit, aber mit Sicherheit die angenehmere und vor allem sicherere Variante. Es folgten also Abfahrt der bereits erklommenen 600 Hm, Aufstieg zurück auf den Sandpass, Zwischenstop mit Getränk auf der Planurahütte, ein weiter Hatsch über den Gletscher, Aufstieg zur Scharte westlich des Gemsfairenstocks und Abfahrt Richtung Urnerboden. Um 15.15 Uhr saßen wir wieder in der Seilbahn – nach ziemlich genau zehn Stunden auf den Skiern.

Was bleibt? Ein unvergessliches Wochenende bei traumhaftem Wetter, der kleine Wehmutstropfen, dass die Tour am Vortage noch mehrfach begangen werden konnte und mein Kompliment an die Truppe, dass alles so reibungslos und guter Stimmung abgelaufen ist!

                                                                                                                                             MH

Detailkarte gemsfairen 1: 50 tsd Karte: Ausschnitt aus „© 2009 swisstopo (JD072662)“ mit freundlicher Genehmigung des Verlags http://www.swisstopo.ch/

Einzeichnung:

mögliche Route nach

Beschreibung

in Vorbereitung

Detailkarte tödi 1: 50 tsd Karte: Ausschnitt aus „© 2009 swisstopo (JD072662)“ mit freundlicher Genehmigung des Verlags http://www.swisstopo.ch/
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