Schneeschuhkurs 20.–22.02.2026 im Ostertal bei Gunzesried

Drei Tage Winter, Wissen und richtig viel Schnee (und Regen)

Mit einer motivierten Gruppe ging es für drei Tage ins winterlich, frisch verschneite Ostertal bei Gunzesried. Unser Stützpunkt war die gemütliche Otto-Schwägler-Hütte mit Selbstversorgung. Mit dabei: Rita, Ute, Mascha, Thomas, Alexandra, Ira, Johannes und Astrid.

Ziel des Kurses war es, Grundlagen für selbstständige und sichere Schneeschuhtouren zu vermitteln.

Schwerpunkte waren:

  • Tourenplanung auf Basis Wetterbericht, Lawinenlagebericht und Karte
  • Checkpunkte während der Tour zum Abgleich von Plan- und Ist-Situation
  • Umgang mit LVS-Gerät, Sonde und Schaufel
  • Messen der Hangneigung mit Snow Card und der Stockmethode

Gerade das bewusste Einbauen von Checkpunkten – „Wo stehen wir? Passt unser Zeitplan? Stimmen die Verhältnisse noch mit der Planung?“ – erwies sich als wertvolles Werkzeug. Tourenplanung nicht als starres Konzept verstehen, sondern als laufender Prozess.

1. Tag – Einweisung, Nebel und Kuchen

Nach der Ankunft an der Hütte starteten wir mit einer gründlichen Einweisung: LVS-Gerät anlegen, Gruppencheck durchführen, verschiedene Schneeschuhe ausprobieren – jede und jeder probierte alles aus.

Wichtige Erkenntnis gleich zu Beginn: Eine Regenhose, Ersatzhandschuhe und Schneeschuhe in der richtigen Größe sind bei nassem Winterwetter Gold wert. Hilfsbereite Teamkameraden ebenfalls.

Unsere erste Tour führte zur Birkachalpe, weiter in Richtung Höllritzalpe. Im Gelände übten wir die Einschätzung von verschiedenen Hangneigungen mit der Snow Card und mit Stöcken. Bei zunehmendem Nebel und inzwischen fortgeschrittener Zeit ging es nicht mehr auf den Gipfel des Bleicherhorns,  sondern hinunter ins Ostertal zurück zum Einchecken in die volle Otto-Schwägler-Hütte. Alles war bestens organisiert. In der Küche wurde gemeinsam mit weiteren Gruppen gekocht, geschnippelt und gelacht: Kartoffeln mit Kräuterquark und Nürnberger Bratwürstchen.

2. Tag – Im Regen, Wind und Schnee zum Rangiswanger Horn

Die Bedingungen: viel Schnee, zunehmend nass und schwer.

Der längere Aufstieg bei Regen, später in Schnee übergehend und Wind an offenen Passagen forderte Kondition. Die Rast am Gipfel blieb eher kurz. Nass gewordene Handschuhe und Kleidung wurden rasch ungemütlich. Die LVS-Übung auf dem Rückweg im hohen Schnee wurde deshalb etwas kürzer durchgeführt als geplant. Das war echter Ausrüstungstest!

Zurück in der Hütte genossen wir Ritas und Alexandras Kuchen und Kaffee. Einige spielten, während das selbsternannte Küchenteam Kichererbsencurry mit Reis kochte.

3. Tag – Bärenkopf mit zunehmend Sonnenschein

Am Abreisetag starteten wir von Gunzesried in Richtung Bärenköpfle.

Die abschließende und ausführliche LVS-Übung an der vordere Krumbachalpe war deutlich routinierter als am Vortag.

Am Gipfel zeigte sich sogar noch die Sonne und beim Abstieg wimmelte es von Schneehasenspuren. Vor der Heimfahrt gab es nochmals Kuchen im sehr guten und netten Cafè in Gunzesried.

Fazit: Drei tolle Tage, trotz oder gerade wegen der Wetter- und Schneeverhältnisse.

Ein gelungener Kurs – professionell und praxisnah von Astrid geführt und mit viel Freude und Spass in der Gruppe umgesetzt.

Autorin: Ira

PS Astrid: So viel Schnee wie am Samstagmittag auf dem Rangiswanger Horn habe ich schon jahrelang nicht mehr gesehen! Die Bäume standen mit eng angelegten Ästen eingepackt ins Weiß – ein Traum!