Das Jahr 2025 startete mit einer ordentlichen Portion Planung im Januar in der Kletterhalle, und dann ging es schon Mitte Februar richtig los: Wir nutzten die dunklen Abende und den Vollmond für eine Nachtwanderung durch den Spetzgarter Tobel. Treffpunkt war bei Dämmerung in Überlingen-Spetzgart und von dort ging es hinunter nach Goldbach zum Abendvesper in der Gletscher Mühle mit tollem Seeblick. Dann tauchten wir tief in die Nacht ein und wanderten durch den Weinberg hoch Richtung Hödingen und dann mit Fackeln zurück zum Start. Die Stimmung war wieder einmal spannend und geheimnisvoll.
Anfang März wartete ein Ski-Wochenende in Au auf uns. Während die Kinder am Skikurs teilnahmen, konnten die Eltern zwischen Schneeschuhlaufen, Spaziergängen und Skifahren wählen. Gemeinsam wurde lecker gekocht, wild gespielt und schöne Geschichten vorgelesen.
Im April begrüßte uns der Frühling endlich auch im Schwarzwald. Unser Ziel war ein Stück der Wutachschlucht zu erkunden, von Bonndorf-Boll Richtung Schattenmühle. Das Wasser war zwar noch zu kalt zum Baden, aber gerade recht, um Flöße zu bauen. Danach führte unser Weg durch die Lotenbachklamm, die sehr abenteuerlich und spannend war.



Im Mai folgte unsere erste Tour unter der Leitung unserer neuen Familiengruppenleitenden Christine und Josias. Es ging nach Stockach zu den Heidenhöhlen. Trotz ergiebigen Regen war die Laune bestens und die Höhlen ein spannendes Ziel für uns alle.



Ende Juni war der Sommer dann richtig da. Als Vorbereitung auf zukünftige Bergabenteuer wollten wir erstmal gemütlich in der Nähe das Zelten erproben. Auf dem Biolandhof Kelly in Herdwangen versammelten wir uns, grillten am Abend, spielten Fußball in der Dämmerung … und zählten am nächsten Morgen die Mückenstiche. Nach einem wunderbaren Frühstück im Freien bauten wir unser Lager wieder ab und machten uns bereit für die nächste Etappe.



Ende August stand unser Sommerhighlight an: die mittlerweile traditionelle Hüttentour in den Alpen. Diesmal fuhren wir zum Lünersee. Nach dem Aufstieg mit der Seilbahn ging es weiter zur Totalphütte – und das bei Wind und Wetter. Am zweiten Tag schneite es sogar, und ein paar Alpenschneehühner verweilten direkt vor der Hütte. Nachdem „UNO“ ausgespielt war, brachen wir trotzdem auf. Eine kleine Gruppe tapferer Bergsteigerinnen und Bergsteiger kletterte bis zum Gipfel der Schesaplana, während die andere Gruppe zurück zur Hütte lief und dort draußen eine Murmelbahn baute. Am dritten und letzten Tag zeigte sich das Wetter endlich von seiner sonnigen Seite. Es wurde einen wilden Rally in der Hüttenumgebung veranstaltet, Steine über den Totalpsee geflippt und dann ging’s runter zum Lünersee.





Der letzte Alpenausflug des Jahres führte uns Ende September ins Fürstentum Liechtenstein. Dort stiegen wir zum Alpspitz (1942 m) auf und genossen den fantastischen Ausblick Richtung Alpstein. Auf dem Rückweg entdeckten wir eine Wiese mit einem großen Stein, der die „Mitte von Liechtenstein“ markierte – eine Tatsache, die Rätsel aufwarf und die Kinder sehr interessierte. Kurz darauf zog der Nebel auf und hüllte uns auf dem Abstieg ein.



Im Oktober gingen wir noch einmal raus ins Donautal, um unter der Anleitung von Steffen am Fels zu klettern, ein Herzenswunsch vieler Kinder (und Erwachsener) in der Gruppe. So trafen wir uns in Hausen im Tal und nutzen die noch warme Herbstsonne voll aus, um spannende Routen mit den Kindern zu probieren.



Im November umrundeten wir den Gehrenberg bei Markdorf. Anstatt auf Waldwegen zu gehen, folgten wir der 700m-Höhenlinie und gingen dabei über Stock und Stein quer durch den Wald. Auch diesesmal lag Schnee und nach der Besteigung des Gehrenbergturms wärmten wir uns am Feuer und kochten gemeinsam einen Eintopf zu dem jede Familie ein paar mitgebrachte Gemüse beisteuerte. An diesem Tag erhielten die ersten beiden Kinder ihr Wanderabzeichen für ihren vollen Wanderpass mit sage und schreibe 21 Wanderungen!
So endete ein Jahr voller Abenteuer, gemeinsamer Erlebnisse und neuer Erfahrungen – von der Nachtwanderung im Weinberg bis zum Gipfel der Schesaplana. Es war für jeden etwas dabei. Es war schön zu sehen wie die jüngeren immer wieder ihren Grenzen überwinden konnten und mit vielen Berg- und Naturerfahrungen nach Hause gingen.
2026 wird bestimmt genauso spannend.
Barbara & Matthieu – Juli 2026
