Alpinkletterwochenende Saulakopf und Zimba am 29./30. August 2026

Der Saulakopf sowie die Zimba, das Matterhorn des Montafons, ist das Ziel unseres Alpinkletterwochenendes. Mit dabei sind Gregor, Hubert, Klaus und unser Bergführer Jürgen.

Wir starten an der Talstation der Lünerseebahn. Da uns noch ein anstrengender Tag bevorsteht, nehmen wir die Gondel hoch zum Lünersee. Von dort geht es über das Saulajoch zum Einstieg unserer Klettertour durch den Saulakamin. Hier erwarten uns jetzt 400Hm und 16 Seillängen alpine Kaminkletterei bis max. 4-, wobei die letzten 4 Seillängen auch einiges schrofiges Gelände beinhalten. Die Kletterei im Kamin hat allen Spaß gemacht, wobei die einhellige Meinung darüber bestand, dass die Bewertung eher zu niedrig war. Vielleicht lag dies auch an den doch ungewohnten alpinen Hakenabständen. Unser Tagesziel, den Saulakopf (2516m) erreichten wir nach ca. 6,5 Stunden Kletterei.

Jürgen im Saulakamin
Am Saulakopf Gipfel


Nach kurzer Rast machen wir uns an den Abstieg zur Heinrich Hüter Hütte welche wir kurz vor 18:30 Uhr erreichen. Gerade noch rechtzeitig für das Abendessen, da die Küche um 18:30 Uhr schließt. Nach einem guten Abendessen und einer geruhsamen Nacht auf der Hütte starten wir am Sonntagmorgen bei strahlend blauem Himmel zu unserem nächsten Ziel: Die Zimba, welche wir von Ost nach West überschreiten wollen. Zuerst gehen wir Richtung Zimbajoch nach 250Hm verlassen wir diesen Weg und biegen ab Richtung Neyerscharte, welche wir über den Klettersteig erreichen. Hier startet unsere heutige Kletterei. Über den Ostgrat geht es in 12 Seillängen und 340Hm hinauf zum Gipfel. Es wechseln sich immer wieder felsige Kletterpassagen bis 4- mit schrofigem und teilweise waagrechtem Gelände im 1. Und 2. Grad ab. Den Gipfel der Zimba (2643m) erreichen wir nach 5 Stunden.


Gratkletterei über Türme, man beachte die „elegante“ Seilführung 😉
Zimba, Fotograf Hubert fehlt

Der Abstieg vom Gipfel führt uns zuerst über Gehgelände und leichte Kletterei bis zum roten Turm. Hier können wir ein Stück weit abseilen, gefolgt von weiterer leichter Kletterei. Bei der Sohmplatte angekommen lässt uns Jürgen per „Paternoster“ nochmals ab. Kurze Zeit später erreichen wir das Zimbajoch.

Hier erwartet uns ein steiler Abstieg zur Heinrich Hüter Hütte, welcher die Oberschenkel zum Brennen bringt. Auf der Hütte packen wir unsere Übernachtungssachen in den Rucksack und füllen nochmals unsere Getränkevorräte auf. Unser Rückweg führt uns im Aufstieg wieder zum Saulajoch zurück. Hier entscheiden wir uns zum Abstieg für den „Latschenfresserweg“, welcher uns direkt zum Parkplatz hinunterbringt. Nach 12 Stunden erreichen wir müde, ausgepowert aber alle wohlbehalten unser Auto.

Vielen Dank an unseren Guide Jürgen für dieses tolle „Makro-Abenteuer“.

Text: Klaus Grüb, Bilder: Klaus Grüb und Hubert Geiger