Bergtour Hoher Riffler am 11./12. Juli 2026

Der höchste Berggipfel im Verwall (Tirol) mit traumhaftem Rundumblick auf die Lechtaler und Ötztaler Alpen sowie die Silvretta- und Ortlergruppe ist das Ziel unserer Wochenendtour: der Hohe Riffler – genauer gesagt sein Südgipfel mit 3166 Metern. Der zwei Meter höhere Nordgipfel ist nur für geübte Kletterer zu erreichen. Mit dabei sind Andreas, Bruno, Markus, Meltem, Mirko, Nina und unser Bergführer Hartmut.

Aber der Reihe nach: Unser Ausgangspunkt ist Pettneu am Arlberg. Dort parken wir unsere Fahrzeuge am Wellnessbad und wandern am rauschenden Malfonbach entlang kontinuierlich bergauf. Die vordere Malfonalpe (1687 Meter) liegt schon bald auf unserem Weg und die Essenskarte lockt unter anderem mit Kuchen und Apfelstrudel – aber für eine Einkehr ist es am Morgen nach einer guten Stunde Gehzeit noch viel zu früh.

Erstes Tagesziel ist unser Basislager für dieses Wochenende: die Edmund-Graf-Hütte auf 2375 Metern Höhe. Nach knapp drei Stunden haben wir 1185 Höhenmeter in den Beinen und uns ein Mittagessen auf der mit Sonnenschirmen beschatteten Terrasse verdient: Frittatensuppe, Apfelstrudel und Getränke stärken uns für den Nachmittag.

Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen wählen wir die Blankaseen (2405 Meter) als Ziel für die zweite Tageshälfte aus – und hoffen auf eine Erfrischung im kühlen Nass. Von der Hütte geht es 300 Höhenmeter hinauf auf das Kappler Joch (2672 Meter) und von dort aus hinunter zu den zwei Seen, die bald grün leuchtend in der Sonne strahlen. Von hier aus haben wir das Blankahorn und unser Ziel für den morgigen Tag bestens im Blick: den Hohen Riffler. Doch die eigentliche Belohnung für die bisherigen knapp 1500 Höhenmetern ist nicht der Ausblick, sondern der Sprung in den eiskalten Bergsee. Das ist erfrischend und mildert hoffentlich den Muskelkater! Retour geht es auf demselben Weg wieder zur Hütte zurück.

Edmund-Graf-Hütte
Blankasee, Hoher Riffler

Nach einem guten Abendessen und einer geruhsamen Nacht auf der Hütte starten wir am Sonntagmorgen bei strahlend blauem Himmel zu unserem eigentlichen Ziel: über den Karl-Handl-Steig geht es auf den Hohen Riffler. Bis zum Sattel zwischen Kleinem Riffler und Blankahorn haben wir ein steiles, schottriges Wegstück, das recht anstrengend ist. Dafür sind die letzten Meter auf den Südgipfel vergleichsweise einfach zu laufen. Oben angekommen belohnt uns ein phänomenales Panorama mit tollem Fernblick in alle Richtungen. Nur im Süden sind ein paar Wolken über den Berggipfeln zu sehen. Das Gipfelkreuz auf dem zwei Meter höheren Nordgipfel ist für uns zum Greifen nah – aber eine große Felsspalte trennen den Nord- und Südgipfel voneinander und wir begnügen uns mit dem Südgipfel auf 3166 Metern. Auf unserem Gruppenfoto mit Gipfelkreuz im Hintergrund ist das gar nicht zu erkennen 🙂

Der Rückweg führt uns dann wieder die 790 Höhenmeter zur Edmund-Graf-Hütte hinab und nach einer kurzen Mittagspause wieder ins Tal nach Pettneu. In Summe knapp 2000 Höhenmeter bergrunter. Das war ein tolles, sportliches Wochenende mit einer netten Gruppe!

Text: Mirko Gutemann; Bilder: Mirko Gutemann, Hartmut Bielefeldt