Nein, nicht zum (nicht mehr) ewigen Eis, sondern zur Eisdiele ging unsere Frühlingstour am 18. April. Astrid schwärmt von den Eisdielen in Bodman und Ludwigshafen und ich vermute, dies hat erheblichen Einfluss auf ihre Tourenplanung. Außerdem hat sie das Konzept der Mikro-Abenteuer für sich entdeckt, um den Erlebniswert ihrer Touren zu steigern. Aber der Reihe nach: Pünktlich um 9 Uhr trafen wir uns am Bahnhof Überlingen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln (!) nach Markelfingen zu fahren, unserem Ausgangspunkt. Wie langweilig! Deshalb stiegen wir in Radolfzell in den falschen Zug und landeten in Allensbach. Aber viele Wege führen zur Eisdiele. Flexibel und unverdrossen machten wir uns auf den Weg zum Mindelsee. Im Dürrenhof gab es Kaffee und Kuchen aus dem Glas. Um den SB-Automat zu nutzen bedarf es Münzgeld. Der Wechselautomat bescherte ein Gefühl wie in Las Vegas: Für den 50€-Schein ratterte er 50 1€-Münzen raus. So gestärkt ging es zum Bodenwald. Unterwegs beeindruckte Astrid mit ihren botanischen Kenntnissen. In Erinnerung geblieben ist die zweifarbige Frühlingsblatterbse, allerdings nur Dank einiger Gedächtnisübungen, unser begleitendes Mentaltraining. Nachdem wir die Bisons bewundert hatten, ließen wir den Bodenwaldhof links liegen und bestiegen, in einem alpenvereinsgemäßen Anstieg, die Burg Altbodman.


Nach 20km, 400Hm und einem strahlenden Sonnentag erreichten wir unser Ziel, die Eisdiele in Bodman. Weiter ging es nach Ludwigshafen, und wenn der Zug nicht gleich gekommen wäre …
Autor: Hans-Dieter
PS von Astrid: Irgendwie war unsere Tour von Giftpflanzen begleitet: Aronstab, Einbeere, Herbstzeitlosen, Tollkirschen …
Eselsbrücke für die Frühlingsplatterbse: Winterspitzbohne
Wurmfarn – wenn die Blätter voll entwickelt sind, ist er dann entwurmt?
